Geschichte
Mehr als 30 Jahre Vereinsgeschichte haben wir mit
unseren Festschriften
1988 [1,9
MB], 1998
[7,8 MB] und
2008 [3,3MB] festgehalten. Einfach downloaden!
Franz Hörhan und Romana Pawlik blicken an den Anfang zurück:
Wann und wo war das 1. Pfadfinderlager? |
Das 1. Pfadfinderlager war 1979 in St. Oswald. Wir waren mit St. Pölten
Viehofen gemeinsam auf Lager. Am Morgen fand immer
die Flaggenparade statt. Mit antreten der
Patrulle, Wimpel und so.
Ganz wichtig war damals die Mutprobe: Mit
dem Daumen mussten wir einen Fingerabdruck
in ein Buch machen. Der Daumen
wurde in Gulaschsaft (eigentlich sollte es
Stierblut sein) getaucht. Die restliche Nacht hatten wir den Gulaschgeruch in der Nase.
Iiih! Ja, und ein Späher hat sich im Wald
verlaufen. Die Führer haben ihn eine Stunde
lang gesucht – und gefunden. |
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Wie habt ihr euch am Lager verpflegt? |
Es gab ja keine Zentralküche. Jede Patrulle
hatte ihre eigene Kochstelle selbst gebaut.
Bei den ersten Lagern gab es zu Mittag immer
Packerlsuppe. Manchmal wurden Erdäpfel
gekocht, stundenlang hat es gedauert
bis die durch waren. Die letzte Wache hat
dann um 6 Uhr Tee oder Kakao für die Patrulle
gekocht. |
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Was heißt letzte Wache? |
Die ganze Nacht wurde das Lager bewacht,
ich kann mich noch gut an die Wache von 2
bis 4 Uhr erinnern, gespenstisch, aber cool.
Wegen der kurzen Nächte wurden dann die
Kids und Führer immer grantiger. Damals gab
es ein »Führerzelt«, als Kind war’s ein Privileg,
wenn man rein durfte. Alkohol und Zigaretten
waren damals auch noch nicht verpönt. |
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Was war sonst noch anders? |
Die Kleinen waren damals nicht im Zeltlager
sondern in Schulen, Pfarrhöfen oder
Bauernhöfen untergebracht. Ja genau, die
Wichtel und Wölflinge, kurz WiWö, haben
uns immer besucht, immer adrett gekleidet,
Leibchen, WiWö-Kapperl mit Sternen drauf,
und frisch gewaschen. Die Kapperl für die
WiWö waren aber lieb. |
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Welche Lagerthemen gab es damals? |
Eine Geschichte (Ritter, Indianer) für ein
ganzes Lager kam erst 10 Jahre später.
Am Anfang war Pfadfinderkunde gefragt,
Knoten, Bünde, Bauen, Orientierung, Wanderungen,
Geheimsprachen, Morsen ….
Kann heute noch jemand Morsen? Bei jedem
Patrullenwettkampf gab es eine Morsestation.
Ansichtskarten wurden geschrieben,
es gab ja kein Handy (War noch nicht mal
erfunden). Dafür waren die Funkgeräte
spannend, von 10 Einsätzen haben die dann
fünf mal funktioniert. War aber lässig. |
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